Unser Leistungsspektrum

Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung (Sonografie) ermöglicht die Kontrolle der inneren Organe (Niere, Prostata, Harnblase, Hoden etc.) ohne Strahlenbelastung oder andere schädliche Folgen. Die verschiedenen Körperregionen werden mit Hilfe von Ultraschallwellen auf einem Monitor bildlich dargestellt. Veränderungen und Erkrankungen lassen sich so frühzeitig erkennen. Normalerweise brauchen Sie für diese Untersuchung nicht nüchtern sein. Die Ultraschalluntersuchung ist völlig ungefährlich und schmerzfrei.

Folgende Ultraschalluntersuchungen bieten wir an:

• Untersuchung der Bauch- und Genitalorgane (durch die Haut)
• Ultraschall der Prostata (durch den Enddarm mit einer Spezialultraschallsonde)
• Sonografie der Prostata inklusive gezielter Gewebeprobe (in lokaler Betäubung) bei Prostatakrebsverdacht
• Ultraschallgesteuerte Punktionen

Röntgen

In manchen Fällen werden Röntgenuntersuchungen notwendig, wenn andere nicht strahlenbelastende Methoden, wie z. B. Ultraschall, nicht ausreichen.
Mit Röntgenuntersuchungen der Nieren und Blase lassen sich Erkrankungen des ableitenden Harnsystems darstellen. Abflussstörungen, Hindernisse wie Nierensteine oder Tumore und anatomische Anomalien lassen sich direkt oder indirekt frühzeitig nachweisen, und es können zahlreiche Hinweise zur weiteren Therapie abgeleitet werden.
Unsere Praxis besitzt eine eigene Röntgenanlage, mit der wir alle geläufigen urologischen Röntgenuntersuchungen durchführen können.

Vorsorge

Frühzeitiges Erkennen verbessert gerade bei bösartigen Tumoren die Erfolgsaussichten einer Behandlung maßgeblich. Aber auch bei vielen nicht bösartigen Erkrankungen, kann durch eine frühzeitige Diagnose eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Vielen, oft irreversiblen chronische Schädigungen kann dann vorgebeugt werden. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen jährlich eine Vorsorgeuntersuchung bei Männern. Diese beinhaltet die Messung des Blutdrucks, die rektale Tastuntersuchung, die Inspektion der Haut, die Untersuchung des äußeren Genitales sowie den Test auf okkultes Blut im Stuhl ab dem 45. Lebensjahr. Zur weiteren Abklärung bei bestimmten Symptomen oder Befunden können weitere Untersuchungen durch Ultraschall, Röntgen (konventionell, CT , MRT, Szintigraphie) oder Urin und Blutuntersuchungen sowie Biopsien notwendig sein.

Die Vorsorgeuntersuchung umfasst vier wichtige Bestandteile

1. Anamnese

Ausführliches Gespräch über etwaige Beschwerden: wie z.B. Beschwerden beim Wasser lassen, Abschwächung des Harnstrahls, häufiges Wasser lassen, Schmerzen beim Wasser lassen, nächtliches Wasser lassen, Blut im Urin etc.. Wenn Auffälligkeiten bestehen kann eine gezielte weitere Abklärung erfolgen.

2. Körperliche Untersuchung

Eine Inspektion und Tastuntersuchung des äußeren Genitales und der Nierenlager sowie die Untersuchung der Prostata. Die Untersuchung der Prostata ist eine kurze und nicht schmerzhafte Untersuchung, bei der die Prostata über den Mastdarm abgetastet wird, um Veränderungen in ihrer Konsistenz (weich, hart oder höckrig) und ihrer Größe festzustellen.

3. Sonographie

Urologische Sonographie umfasst den Ultraschall der Harnblase, der Niere, der Hoden und der Prostata. Die Prostata ist aufgrund ihrer Lage besonders gut vom Enddarm aus, durch einen so genannten transrektalen Ultraschall (TRUS) beurteilbar. Durch Ultraschall Untersuchungen lassen sich viele typische urologische Krankheitsbilder, schon in einem frühen Stadium erkennen. Der transrektale Ultraschall ermöglicht eine relativ exakte Bestimmung der Größe der Prostata, auffällige Areale, die eventuell auf einen Prostatakrebs hinweisen, können festgestellt werden und im Bedarfsfall kann eine Gewebeentnahme gezielt und genau durchgeführt werden.

4. Laboruntersuchungen

Urinuntersuchung:
Eine umfassende Urinuntersuchung kann zum Beispiel Blut, welches nicht im Urin sichtbar ist, als wichtigen Hinweis für krankhafte Veränderungen der Harnblase, der Harnleiter oder des Nierenhohlsystems feststellen. Eine Urinzytologie kann bösartige Zellen im Urinsediment sichtbar machen.

Blutuntersuchungen :
Verschiedene Laborparameter können Rückschlüsse auf Störungen im Urogenitaltrakt geben. Funktionsstörungen der Nieren oder auch Probleme im Regelkreis des männlichen Geschlechtshormons können so festgestellt werden. In der Vorsorge hat die Bestimmung und Verlaufskontrolle des prostataspezifischen Antigens (PSA) einen hohen Stellenwert. Der PSA Wert kann problemlos durch eine Blutentnahme bestimmt werden. Durch den PSA Wert können vor allem die frühen Stadien des Prostatakrebses erfasst werden. Damit erhöhen sich die Heilungschancen dieser Erkrankung.

5. Beratung

Die Anamnese, die körperliche Untersuchung, der Befund der Ultraschalluntersuchung und bestimmte Veränderungen in den Laboruntersuchungen können wichtige Hinweise für verschiedene Erkrankungen des Urogenitaltraktes geben. Anhand des persönlichen Risikoprofils erfolgt die Beratung für die weitere Vorsorge oder die Empfehlung zur weiteren Abklärung oder Therapie.

Urinuntersuchung

Mikroskopische Urinuntersuchung:

Die Urinuntersuchung ist wesentlicher Bestandteil der urologischen Diagnostik und kann auf Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase und Prostata hinweisen. Werden bestimmte Bestandteile im Urin nachgewiesen, können erste Rückschlüsse auf Erkrankungen des ableitenden Harnsystems gezogen werden. Tumore im Blasen- und Nierenbereich können durch die mikroskopische Beurteilung von verborgenen Blutspuren im Urin erkannt werden. Wir führen alle Urinuntersuchungen selbst in unserer Praxis durch.

Mikrobiologische Urinuntersuchung:

Mit der mikrobiologischen Untersuchung des Urins erfolgt der Nachweis von Entzündungen im ableitenden Harnsystem.
In unserem Praxislabor wird der Urin mittels Mikroskop und Teststreifen untersucht. Er wird auch auf das Vorhandensein von Bakterien und Pilzen durch spezielle Erreger untersucht (Bebrüten auf Kulturplatten). Das Keimspektrum wird durch laborchemische Verfahren genau erfasst und die Resistenzlage der Bakterien überprüft (Antibiogramm). Danach kann die antibiotische Therapie gezielt festgelegt werden.

Urinzytologie:

Mit der Urinzytologie können bösartig veränderte Blasenschleimhautzellen (Urothel) diagnostiziert werden. Dies ist ein gezieltes Untersuchungsverfahren im Rahmen der Vor- und Nachsorge bei Harnblasentumoren. Der Urin wird in unserem Labor nach einem standardisierten Verfahren aufgearbeitet und anschließend unter dem Mikroskop auf Tumorzellen untersucht.

NMP 22:

Blasenkrebs ist eine bösartige Erkrankung der Blasenschleimhaut. Vor allem langjähriges Rauchen ist einer der häufigsten Auslöser zur Entstehung von Harnblasenkarzinomen. Der NMP 22 Urintest dient der Erkennung von Harnblasentumoren in einem frühen, noch heilbaren Stadium. Bei der Untersuchung können bestimmte Substanzen im Urin immunologisch nachgewiesen werden. Ist der NMP 22 Test positiv, muss eine erweiterte urologische Abklärung durch Röntgen und Blasenspiegelung erfolgen, um die Diagnose zu sichern.
Der Test wird leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, daher sind die Kosten vom Patienten privat zu tragen.

Blasenspiegelung

Bei Verdacht auf eine Erkrankung der Harnblase oder Harnröhre ist eine Blasenspiegelung angezeigt. Blutbeimengungen im Urin, Veränderungen beim Wasserlassen und häufige Blasenentzündungen können Gründe sein, eine Blasenspiegelung zu veranlassen.
Die Untersuchung wird in der Praxis durchgeführt und dauert nur wenige Minuten. Harnröhre und Harnblase werden vor der Spiegelung mit einem Lokalanästhetikum betäubt.
Unsere Praxis besitzt ein flexibles Zystoskop der neuesten Generation. Dieses passt sich dem Harnröhrenverlauf optimal an und ermöglicht eine schonende Untersuchung der Harnröhre und Blase. Die flexible Steuerung des Zystoskops ermöglicht auch beim Mann eine schmerzfreie Untersuchung. Die Blasenspiegelung dient nicht nur zur Diagnose, sondern auch zur Behandlung von Erkrankungen der unteren Harnwege und zur Kontrolle der Befunde bei Blasentumoren.

PSA

1. Was ist Das „Prostataspezifische Antigen“
  • (abgekürzt: PSA), wird auch Semenogelase oder Kallikrein-3* genannt
  • ist ein Enzym, das als physiologisches Sekretionsprodukt der prostatischen Ausführungsgänge dem Ejakulat beigemengt ist
  • es dient der Verflüssigung des Samenkoagulums
  • Es handelt sich um eine Serinprotease, deren Substrat das Semenogelin-1 ist, dessen Spaltung den Samen dünnflüssig macht.

PSA wird vom Drüsenepithel der Prostata und von den periurethralen Drüsen produziert.
Es findet sich in hohen Konzentrationen im Seminalplasma (bis zu 3 mg/ml).

2. Wofür ist PSA gut?

PSA ist eine enorme Bereicherung der urologischen Diagnostik

  • PSA im Serum ist ein hochempfindlicher Parameter in der Diagnostik und in der Früherkennung des Prostatakarzinom.
  • PSA ist gewebespezifisch
  • PSA ist nicht spezifisch für das Prostatkarzinom
  • PSA ist bei Prostata-Gesunden nachweisbar
  • PSA kann bei gutartigen Prostataveränderungen (benigne Prostatahyperplasie) und bei gutartigen Prostataerkrankungen (Prostatitis) erhöht sein.
  • PSA ist nur bei nachgewiesenem Prostatakarzinom ein Tumormarker
    • Wenn das Prostatakarzinom PSA macht
    • PSA ist dann ein nahezu idealer Tumormarker
    • Hochempfindlich beim Rezidiv nach kurativer Therapie
    • Hochgenau im Progressionsverlauf und in der Therapiereaktion.
3. Früherkennung des Prostatakarzinoms
  • PSA spielt eine hervorragende Rolle in der Früherkennung des Prostatakarzinoms.
  • PSA ist empfindlicher in der Vorhersagekraft für ein Prostatakarzinom
    • Als der tastende Finger (Rektal digitale Untersuchung)
    • Als die transrektale Prostatasonographie
    • Als CT-Untersuchung
    • Als MRT
4. Prostatakarzinomfrüherkennung und PSA – Screening

Die Krebsfrüherkennung beim Mann ist im SGG V, §25 geregelt und betrifft beim Prostatakarzinom die rektale Prostatapalpation ab dem 45. Lebensjahr.

  • Die Prostatapalpation erkennt häufig ein lokal fortgeschrittenes Prostatakarzinom, das häufig für eine kurative Therapie nicht mehr zugänglich ist.
  • Sollte zur Prostatakarzinomfrüherkennung nicht die PSA Bestimmung gehören?
  •  
    Entdeckungsquote mit

    • DRU 1%
    • DRU+PSA 70 %
Tumortherapie

Unsere Praxis kann medikamentöse Tumortherapie dank einer Zusatzweiterbildung anbieten. Bei der Therapie von urologischen Krebserkrankungen werden hierbei, anstelle bzw. ergänzend von Operationen oder Bestrahlungen, Medikamente zur Behandlung eingesetzt.

Beim Prostatakarzinom, Hodenkrebs, aber auch bei bösartigen Nierenerkrankungen erfolgt die medikamentöse Therapie jeweils spezifisch. Hierbei werden medizinische Behandlungsmöglichkeiten durch den Einsatz von krankheitsspeziellen Medikamenten genutzt. Dazu gehören zum Beispiel die Hormontherapie beim Prostatakrebs oder die Chemotherapie, bei der Substanzen, die gegen den Krebs wirken, direkt in die Blutbahn gegeben werden können.

Andrologie

Mit zunehmendem Alter sind auch Männer Veränderungen unterworfen. Frauen, die Beschwerden während der Wechseljahre haben, steht eine Vielfalt an diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten zur Verfügung. Männer erleben das Älterwerden sehr unterschiedlich, wir bieten Ihnen eine individuelle Aufarbeitung von Wechseljahresbeschwerden und ein entsprechendes Therapiekonzept an.
Die Andrologie umfasst alle Bereiche der Medizin, die sich mit der Sexualität und den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes unter normalen und veränderten Bedingungen auseinandersetzen. Wir behandeln beispielsweise Störungen der Zeugungsfähigkeit (Fertilitätsstörungen), Störungen der Potenz (z.B. Impotenz, Erektile Dysfunktion) und Hormonstörungen.

Vasektomie und Sterilisation beim Mann

Als Vasektomie wird die Sterilisation des Mannes bezeichnet . Sie dient der Verhütung und der Mann bzw. das Paar kann so einer Schwangerschaft vorbeugen. Die Vasektomie gehört zu den sichersten Methoden der Empfängnisverhütung. Mit Hilfe eines kleinen, chirurgischen Eingriffs kommt es zur Durchtrennung der Samenleiter. Damit wird erreicht, dass sich im Ejakulat keine Samenzellen mehr befinden und somit eine Vaterschaft zu beinahe 100% auszuschließen ist . Die Vasektomie wird im Allgemeinen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei Wunsch und entsprechenden Voraussetzungen kann die Vasektomie auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Es handelt sich bei der Vasektomie zwar um eine Operation, jedoch gilt sie als unkompliziert.
Durch eine Vasektomie bzw. durch eine Sterilisation beim Mann ändert sich an der Potenz, der Lust auf Sex, der Erektionsfähigkeit und der Ejakulationsfähigkeit nichts. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass die Samenflüssigkeit nun keine Spermien mehr enthält. Dadurch besteht seitens des Mannes oder des Paares die Gewissheit, dass eine ungewollte Schwangerschaft nicht mehr ohne Weiteres eintreten kann. Abschließend vertreten Männer, bei denen eine Vasektomie durchgeführt wurde, die Meinung, ihre Lebensqualität und ihr Sexualleben haben sich verbessert oder seien unverändert.
Gerne können sie bei uns einen Termin zur Beratung vereinbaren. Den Eingriff führen wir ambulant im OP im Klinikum Penzberg unter optimalen Bedingungen durch.

Weitere Informationen können Sie auch auf der folgenden Seite finden: www.vasektomie-experten.de